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Zentrales Anliegen und Selbstverständnis der Gesellschaft für Wehr und
Sicherheitspolitik ist die notwendige Verbreitung
fundierter sicherheitspolitischer Informationen, das
Wecken von Interesse und
Verständnis für ein neues Denken in Bezug auf die
sicherheitspolitischen Erfordernisse in einer Welt im Umbruch sowie
das Anregen sach- und
zukunftsorientierter Debatten über die aktuellen
Herausforderungen Deutschlands und der Bundeswehr. Diesem Ziel ist
auch der jüngste und von der Sektions- und Mitgliederzahl kleinste
Landesbereich der GfW, der Landesbereich VII, verpflichtet.
Trotz
seiner späten Gründung im Jahr 1991 begann seine Geschichte nicht erst
mit der Wiedervereinigung Deutschlands, sondern bereits mit dem
Entstehen der Sektion Berlin im Jahr 1952, dem Gründungsjahr der GfW.
In den 50er und 60 Jahren war die sicherheitspolitische
Informationsarbeit dieses kleinen, aber beständigen Kerns von über 30
Mitgliedern gleichermaßen von den Kriegserfahrungen und der bipolaren
Auseinandersetzungen in der „Frontstadt des Kalten Krieges“ geprägt.
In den 70er und 80er Jahren wurde diese Sektion unter der Leitung von
Frank Reh und Bernhard Brocher kontinuierlich weiterentwickelt und in
ihrem Mitgliederbestand ausgebaut. Es gelang diesen Sektionsleitern
erfolgreich, eine damals wohl einzigartige gesellschaftliche
Vertretung sicherheitspolitischer Positionen der Bundesregierung in
einer Stadt ohne Bundeswehr zu etablieren.
Mit der
Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990 wurde die GfW vor die
historische Aufgabe gestellt, ihren Wirkungskreis auch in die
östlichen Teile Berlins, vor allem aber die neuen Bundesländer
auszudehnen. In der Sektion Berlin gelang dies geradezu beispielhaft.
So sind heute unter den über 130 aktiven Mitgliedern auch Angehörige
dreier deutscher Streitkräfte gemeinsam darum bemüht, eine die
Geschichte nicht ignorierende, aber die Gegenwart kritisch begleitende
und vor allem zukunftsorientierte sicherheitspolitische
Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Das dies so erfolgreich gelang ist
den beiden Sektionsleitern Bernhard Brocher und seit 1995 Dr. Wolfgang
Wolf zu verdanken. Mit dem 2003 für seine Arbeit mit der Ehrennadel
der GfW ausgezeichneten Dr. Wolf wurde auch erstmals ein Angehöriger
der ehemaligen NVA Sektionsleiter in Berlin. Er steht damit
repräsentativ für den erfolgreichen Vollzug der inneren Einheit
unserer Gesellschaft.
Die
Entstehung von ursprünglich zehn weiteren Sektionen in den neuen
Bundesländern verdankt die GfW dem unermüdlichen Engagement des
damaligen Vizepräsidenten und ehemaligen Inspekteurs des Heeres,
Generalleutnant a.D. Hans Poeppel. In Zusammenarbeit mit dem
Landesverband Schleswig-Holstein und Hamburg unter seinem
Vorsitzenden, Müller-Mangeot, und den örtlichen Kommandeuren der
Bundeswehrdienststellen konnten mit seiner Hilfe GfW-Sektionen in
Erfurt, Gera, Magdeburg, Halle, Leipzig, Dresden, Potsdam, Strausberg,
Frankfurt/Oder, Eggesin und Rostock gegründet werden. Erst 1995 wurde
auch die Sektion Berlin offiziell in den 1991 gegründeten
Landesbereich VII aufgenommen. Ein Jahr später folgte die GfW der
Veränderung der Bundeswehrstrukturen und vereinigte den Bereich
Mecklenburg-Vorpommern mit seinen Sektionen Eggesin und Schwerin,
Schleswig-Holstein und Hamburg zum Landesbereich I.
Inzwischen ist die Sektion Berlin wieder aus dem Landesbereich VII
ausgegliedert worden. Von den ursprünglich neun Sektionen betrieben
bis Ende 2008 nur noch Potsdam, Königs Wusterhausen und Halle
regelmäßige sicherheitspolitische Öffentlichkeitsarbeit im Sinne der
Zielsetzungen der GfW. Erfreulicherweise ist es aber gelungen, im
November 2008 die Sektion Erfurt zu reaktivieren. Auch in Dresden und
Strausberg wurden neue Sektionsleiter gefunden und mit der
Wiederbelebung ihrer Sektionen betraut. Anfang 2009 nahmen diese
Sektionen ihre sicherheitspolitische Öffentlichkeitsarbeit auf.
Zeitgleich wurde mit Nachdruck an der Reaktivierung der Magdeburger
Sektion gearbeitet. Mit Erfolg, denn dort konnte im Frühjahr mit dem
Biederitzer Rechtsanwalt und Major der Reserve Joachim-Friedrich von
Witten ein neuer Sektionsleiter gewonnen werden. Dieser führte
zwischenzeitlich die über mehrere Jahre ruhende Sektion mit einer viel
beachteten Auftaktveranstaltung am 21. Oktober 2009 im Gartensaal des
Magdeburger Gesellschaftshauses in die Erfolgsspur zurück.
Die
Reaktivierung der Magdeburger Sektion markierte einen wichtigen
Meilenstein in der noch jungen Geschichte des Landesbereichs VII,
nämlich das Erreichen des erklärten Zwischenziels des
Landesvorsitzenden, sich zumindest in allen Hauptstädten der neuen
Bundesländern mit einer ansprechenden sicherheitspolitischen
Informationsarbeit fest zu etablieren.
Mit dem
Ausbau der Sektionen und dem zunehmenden sicherheitspolitischen
Informationsangebot wird auch die Zahl der Mitglieder, Freunde und
Förderer der GfW im Landesbereich VII stetig steigen. Hier sei als
Beispiel die Sektion Halle angeführt, die im fünften Jahr seit ihrer
Reaktivierung bereits das 50. Mitglied begrüßen konnte.
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Als
Ergebnis der Bundesversammlung am 31. März 2004, an der ca. 90
Sektionsleiter aus allen Teilen Deutschlands teilnahmen, wird die GfW
nun von einem neuen, personell deutlich verstärktem Präsidium nach
außen hin vertreten.
Frau Claire Marienfeld-Czesla
Hier mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr, General Schneiderhan
Die ehemalige Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Frau Claire
Marienfeld-Czesla wurde fast einstimmig in ihrem Amt als Präsidentin
der GfW bestätigt. Gleiches gilt für den langjährigen Vizepräsidenten
und zeitweiligen kommissarischen Leiter der GfW, den stellvertretenden
Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages,
MdB Thomas Kossendey (CDU). Neu in das Präsidium gewählt wurde seine
Kollegin aus dem Verteidigungsausschuss, Frau MdB Ursula Mogg (SPD)
und die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Frau
MdB Birgit Homburger. Damit ist es der Präsidentin Frau
Marienfeld-Czesla gelungen, für die Anliegen der Gesellschaft
Unterstützung aus einem breiten Spektrum der parlamentarisch
vertretenen Parteien Deutschlands zu gewinnen.
v.l.n.r.:
MdB Birgit Homburger (FDP), MdB Thomas Kossendey (CDU),
MdB Ursula Mogg (SPD) und Claire Marienfeld-Czesla
Zukünftig wird das
Präsidium noch durch zwei weitere Beteiligte verstärkt werden. Der
Sektionsleiter Bonn, General a.D. Jörg-Peter Köpke, wird sich um die
Kontaktpflege in dem Bereichen des Bundesministeriums der Verteidigung
bemühen, die in Bonn verblieben sind. Der Landesvorsitzende von
Nordrhein-Westfalen, Oberst a.D. Klaus Suchland, ergänzt diese Reihe
von Vizepräsidenten und wird sich vor allem um die Belange der
Sektionsleiter und die interne Weiterentwicklung der Gesellschaft
kümmern.
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