• Do, 14. Juni 2012
    Strausberg - Königs Wusterhausen
    Besuch des Bundes -
    ministeriums für wirtschaftliche
    Zusammenarbeit und Entwicklung
  • Di, 22. Mai 2012
    Potsdam
    Vortragsabend mit VdRBw und KAS
    "Die Bundeswehr der Zukunft aus
    der Sicht des Wehrbeauftragten"
  • Mo, 21. Mai 2012
    Strausberg - Königs Wusterhausen
    Besuch
    der Botschaft der
    Republik Italien
  • Di, 24. April 2012
    Potsdam
    Eigenbericht zum Vortrag
    "Der arabische Frühling und die Situation in Syrien"

Landesbereich VII - Geschichte und Gegenwart

Zentrales Anliegen und Selbstverständnis der Gesellschaft für Wehr und Sicherheitspolitik ist die notwendige Verbreitung fundierter sicherheitspolitischer Informationen, das Wecken von Interesse und Verständnis für ein neues Denken in Bezug auf die sicherheitspolitischen Erfordernisse in einer Welt im Umbruch sowie das Anregen sach- und zukunftsorientierter Debatten über die aktuellen Herausforderungen Deutschlands und der Bundeswehr. Diesem Ziel ist auch der jüngste und von der Sektions- und Mitgliederzahl kleinste Landesbereich der GfW, der Landesbereich VII, verpflichtet.

Trotz seiner späten Gründung im Jahr 1991 begann seine Geschichte nicht erst mit der Wiedervereinigung Deutschlands, sondern bereits mit dem Entstehen der Sektion Berlin im Jahr 1952, dem Gründungsjahr der GfW. In den 50er und 60 Jahren war die sicherheitspolitische Informationsarbeit dieses kleinen, aber beständigen Kerns von über 30 Mitgliedern gleichermaßen von den Kriegserfahrungen und der bipolaren Auseinandersetzungen in der „Frontstadt des Kalten Krieges“ geprägt. In den 70er und 80er Jahren wurde diese Sektion unter der Leitung von Frank Reh und Bernhard Brocher kontinuierlich weiterentwickelt und in ihrem Mitgliederbestand ausgebaut. Es gelang diesen Sektionsleitern erfolgreich, eine damals wohl einzigartige gesellschaftliche Vertretung sicherheitspolitischer Positionen der Bundesregierung in einer Stadt ohne Bundeswehr zu etablieren.

 Mit der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990 wurde die GfW vor die historische Aufgabe gestellt, ihren Wirkungskreis auch in die östlichen Teile Berlins, vor allem aber die neuen Bundesländer auszudehnen. In der Sektion Berlin gelang dies geradezu beispielhaft. So sind heute unter den über 130 aktiven Mitgliedern auch Angehörige dreier deutscher Streitkräfte gemeinsam darum bemüht, eine die Geschichte nicht ignorierende, aber die Gegenwart kritisch begleitende und vor allem zukunftsorientierte sicherheitspolitische Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Das dies so erfolgreich gelang ist den beiden Sektionsleitern Bernhard Brocher und seit 1995 Dr. Wolfgang Wolf zu verdanken. Mit dem 2003 für seine Arbeit mit der Ehrennadel der GfW ausgezeichneten Dr. Wolf wurde auch erstmals ein Angehöriger der ehemaligen NVA Sektionsleiter in Berlin. Er steht damit repräsentativ für den erfolgreichen Vollzug der inneren Einheit unserer Gesellschaft.

Die Entstehung von ursprünglich zehn weiteren Sektionen in den neuen Bundesländern verdankt die GfW dem unermüdlichen Engagement des damaligen Vizepräsidenten und ehemaligen Inspekteurs des Heeres, Generalleutnant a.D. Hans Poeppel. In Zusammenarbeit mit dem Landesverband Schleswig-Holstein und Hamburg unter seinem Vorsitzenden, Müller-Mangeot, und den örtlichen Kommandeuren der Bundeswehrdienststellen konnten mit seiner Hilfe GfW-Sektionen in Erfurt, Gera, Magdeburg, Halle, Leipzig, Dresden, Potsdam, Strausberg, Frankfurt/Oder, Eggesin und Rostock gegründet werden. Erst 1995 wurde auch die Sektion Berlin offiziell in den 1991 gegründeten Landesbereich VII aufgenommen. Ein Jahr später folgte die GfW der Veränderung der Bundeswehrstrukturen und vereinigte den Bereich Mecklenburg-Vorpommern mit seinen Sektionen Eggesin und Schwerin, Schleswig-Holstein und Hamburg zum Landesbereich I.

Inzwischen ist die Sektion Berlin wieder aus dem Landesbereich VII ausgegliedert worden. Von den ursprünglich neun Sektionen betrieben bis Ende 2008 nur noch Potsdam, Königs Wusterhausen und Halle  regelmäßige sicherheitspolitische Öffentlichkeitsarbeit im Sinne der Zielsetzungen der GfW. Erfreulicherweise ist es aber gelungen, im November 2008 die Sektion Erfurt zu reaktivieren. Auch in Dresden und Strausberg wurden neue Sektionsleiter gefunden und mit der Wiederbelebung ihrer Sektionen betraut. Anfang 2009 nahmen diese Sektionen ihre sicherheitspolitische Öffentlichkeitsarbeit auf. Zeitgleich wurde mit Nachdruck an der Reaktivierung der Magdeburger Sektion gearbeitet. Mit Erfolg, denn dort konnte im Frühjahr mit dem Biederitzer Rechtsanwalt und Major der Reserve Joachim-Friedrich von Witten  ein neuer Sektionsleiter gewonnen werden. Dieser führte zwischenzeitlich die über mehrere Jahre ruhende Sektion mit einer viel beachteten Auftaktveranstaltung am 21. Oktober 2009 im Gartensaal des Magdeburger Gesellschaftshauses  in die Erfolgsspur zurück.

Die Reaktivierung der Magdeburger Sektion markierte einen wichtigen Meilenstein in der noch jungen Geschichte des Landesbereichs VII, nämlich das Erreichen des erklärten Zwischenziels des Landesvorsitzenden, sich zumindest in allen Hauptstädten der neuen Bundesländern mit einer ansprechenden sicherheitspolitischen Informationsarbeit fest zu etablieren.

Mit dem Ausbau der Sektionen und dem zunehmenden sicherheitspolitischen Informationsangebot wird auch die Zahl der Mitglieder, Freunde und Förderer der GfW im Landesbereich VII stetig steigen. Hier sei als Beispiel die Sektion Halle angeführt, die im fünften Jahr seit ihrer Reaktivierung bereits das 50. Mitglied begrüßen konnte.

 

Ein neues, vergrößertes Präsidium

Als Ergebnis der Bundesversammlung am 31. März 2004, an der ca. 90 Sektionsleiter aus allen Teilen Deutschlands teilnahmen, wird die GfW nun von einem neuen, personell deutlich verstärktem Präsidium nach außen hin vertreten.

Frau Claire Marienfeld-Czesla
Hier mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr, General Schneiderhan


Die ehemalige Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Frau Claire Marienfeld-Czesla wurde fast einstimmig in ihrem Amt als Präsidentin der GfW bestätigt. Gleiches gilt für den langjährigen Vizepräsidenten und zeitweiligen kommissarischen Leiter der GfW, den stellvertretenden Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages, MdB Thomas Kossendey (CDU). Neu in das Präsidium gewählt wurde seine Kollegin aus dem Verteidigungsausschuss, Frau MdB Ursula Mogg (SPD) und die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Frau MdB Birgit Homburger. Damit ist es der Präsidentin Frau Marienfeld-Czesla gelungen, für die Anliegen der Gesellschaft Unterstützung aus einem breiten Spektrum der parlamentarisch vertretenen Parteien Deutschlands zu gewinnen.

v.l.n.r.:
MdB Birgit Homburger (FDP), MdB Thomas Kossendey (CDU),
MdB Ursula Mogg (SPD) und Claire Marienfeld-Czesla

Zukünftig wird das Präsidium noch durch zwei weitere Beteiligte verstärkt werden. Der Sektionsleiter Bonn, General a.D. Jörg-Peter Köpke, wird sich um die Kontaktpflege in dem Bereichen des Bundesministeriums der Verteidigung bemühen, die in Bonn verblieben sind. Der Landesvorsitzende von Nordrhein-Westfalen, Oberst a.D. Klaus Suchland, ergänzt diese Reihe von Vizepräsidenten und wird sich vor allem um die Belange der Sektionsleiter und die interne Weiterentwicklung der Gesellschaft kümmern.

 

Oben                                                                                                                           Zurück


 

Unsere Partner: