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Am 18. März 2009 hat die GfW Sektion
Potsdam gemeinsam mit dem Verband der Reservisten der Deutschen
Bundeswehr (der VdRBw-Landesvorsitzende Brandenburg, Herr Oberst d.R.
Manfred Hildenbrand, war zugleich auch einer der Referenten) eine
Veranstaltung im Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Potsdam unter dem
Thema
Reservisten
und Kriegsgräberfürsorge – Arbeit für den Frieden
durchgeführt.
Zweiter Referent war Oberstleutnant
a.D. Max-Georg Frhr. von Korff, Beauftragter des Volksbundes
Kriegsgräberfürsorge e.V. für die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr in
Berlin und Brandenburg.
Hier
geht's zur Vita von OTL a.D. von Korff (pdf-Datei).
Der Volksbund Deutsche
Kriegsgräberfürsorge e.V. ist eine humanitäre Organisation. Er widmet
sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der
deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu
pflegen. Der Volksbund betreut Angehörige in Fragen der
Kriegsgräberfürsorge, er berät öffentliche und private Stellen, er
unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der
Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den
Ruhestätten der Toten.
Der Volksbund hat heute 1,6 Millionen
Mitglieder und Spender. Mit ihren Beiträgen und Spenden sowie den
Erträgen aus der Haus- und Straßensammlung, die einmal im Jahr
stattfindet, finanziert der Volksbund zu etwa 85 % seine Arbeit. Den
Rest decken öffentliche Mittel des Bundes und der Länder.
Gegründet
wurde die gemeinnützige Organisation am 16. Dezember 1919 – aus der
Not heraus. Die noch junge Reichsregierung war weder politisch noch
wirtschaftlich in der Lage, sich um die Gräber der Gefallenen zu
kümmern. Dieser Aufgabe widmete sich fortan der Volksbund, der sich
als eine vom ganzen Volk getragene Bürgerinitiative verstand. Bis
Anfang der dreißiger Jahre baute der Volksbund zahlreiche
Kriegsgräberstätten aus. Ab 1933 schloss sich die Führung des
Volksbundes der Gleichschaltungspolitik der NS-Regierung an. Die
Errichtung von Soldatenfriedhöfen des Zweiten Weltkrieges übernahm der
Gräberdienst der Wehrmacht.
Erst 1946 konnte der Volksbund seine
humanitäre Tätigkeit wieder aufnehmen. In kurzer Zeit gelang es, über
400 Kriegsgräberstätten in Deutschland anzulegen. 1954 beauftragte die
Bundesregierung den Volksbund mit der Aufgabe, die deutschen
Soldatengräber im Ausland zu suchen, zu sichern und zu pflegen.
Im Rahmen von bilateralen
Vereinbarungen erfüllt der Volksbund seine Aufgabe in Europa und
Nordafrika. In seiner Obhut befinden sich heute 827
Kriegsgräberstätten in 45 Staaten mit etwa zwei Millionen Kriegstoten.
Mehr als 10 000 ehrenamtliche und 558 hauptamtliche Mitarbeiter/innen
erfüllen heute die vielfältigen Aufgaben der Organisation.
Nach der politischen Wende in
Osteuropa nahm der Volksbund seine Arbeit auch in den Staaten des
einstigen Ostblocks auf, wo im Zweiten Weltkrieg etwa drei Millionen
deutsche Soldaten ums Leben kamen, d. h. mehr als doppelt wo viele,
wie auf den Kriegsgräberstätten im Westen ruhen. Diese Aufgabe stellt
den Volksbund vor immense Schwierigkeiten: Viele der über
einhunderttausend Grablagen sind nur schwer auffindbar, zerstört,
überbaut oder geplündert. Trotzdem richtete der Volksbund während der
letzten Jahre über 300 Friedhöfe des Zweiten Weltkrieges und 190
Anlagen aus dem Ersten Weltkrieg in Ost-, Mittel- und Südosteuropa
wieder her oder legte sie neu an. Dazu zählen 52 zentrale
Sammelfriedhöfe. Über 30 Anlagen werden zurzeit in Stand gesetzt. Etwa
584 000 Kriegstote wurden umgebettet.
Zu langfristigen Sicherung seiner
Arbeit hat der Volksbund 2001 die Stiftung „Gedenken und Frieden“
gegründet.
Mit der Anlage und Erhaltung der
Friedhöfe bewahrt der Volksbund das Gedenken an die Kriegstoten. Die
riesigen Gräberfelder erinnern die Lebenden an die Vergangenheit und
konfrontieren sie mit den Folgen von Krieg und Gewalt.
Zu diesem Zweck vermittelt der
Volksbund unter anderem Fahrten zu den Kriegsgräbern, veranstaltet
nationale und internationale Jugendlager zur Pflege von
Soldatenfriedhöfen und informiert in Schulen und Schulfreizeiten. Das
Leitwort lautet „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den
Frieden“. Außerdem hat er in der Nähe von vier Friedhöfen
Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten errichtet, wo Schul- und
Jugendgruppen ideale Rahmenbedingungen für friedenspädagogische
Projekte vorfinden.
Der Volkstrauertag, der jedes Jahr im
November vom Volksbund bundesweit ausgerichtet und unter großer
Anteilnahme der wichtigen politischen und gesellschaftlichen
Institutionen und der Bevölkerung begangen wird, ist ein Tag des
Gedenkens und der Mahnung zum Frieden. |