• Do, 15. März 2012
    Potsdam
    Vortrags- und Diskussionsabend
    "Zur deutschen Sicherheitspolitik
    ab 1989 bis 1994"
  • Sa, 25. Februar 2012
    Dresden
    Sicherheitspol. Eintagesseminar
    "Das unbekannte, fremde Land -
    Was geht uns Afghanistan an?"
  • Do, 23. Februar 2012
    Halle (Saale)
    3. Vortrag Wintervortragsreihe
    "Migration Ende des 2. Weltkriegs
    - Psychosoziale Langzeitfolgen"
  • Mi, 15. Februar 2012
    Strausberg / Königs Wusterhausen
    ZIF-Informationsveranstaltung
    "Grundsätze der Inneren Führung
    der Bw in einer Berufsarmee"
  • Fr, 27. Januar 2012
    Strausberg / Königs Wusterhausen
    Eigenbericht zur Buchlesung
    "Kontrollierte Feindschaft"
    am 24.01.2012

Nachschau - Veranstaltung am 18.03.2009

Am 18. März 2009 hat die GfW Sektion Potsdam gemeinsam mit dem Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (der VdRBw-Landesvorsitzende Brandenburg, Herr Oberst d.R. Manfred Hildenbrand, war zugleich auch einer der Referenten) eine Veranstaltung im Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Potsdam unter dem Thema

 Reservisten und Kriegsgräberfürsorge – Arbeit für den Frieden  

durchgeführt.

Zweiter Referent war Oberstleutnant a.D. Max-Georg Frhr. von Korff, Beauftragter des Volksbundes Kriegsgräberfürsorge e.V. für die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr in Berlin und Brandenburg. Hier geht's zur Vita von OTL a.D. von Korff (pdf-Datei).

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ist eine humanitäre Organisation. Er widmet sich  im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Der Volksbund betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, er berät öffentliche und private Stellen, er unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.

Der Volksbund hat heute 1,6 Millionen Mitglieder und Spender. Mit ihren Beiträgen und Spenden sowie den Erträgen aus der Haus- und Straßensammlung, die einmal im Jahr stattfindet, finanziert der Volksbund zu etwa 85 % seine Arbeit. Den Rest decken öffentliche Mittel des Bundes und der Länder.

Gegründet wurde die gemeinnützige Organisation am 16. Dezember 1919 – aus der Not heraus. Die noch junge Reichsregierung war weder politisch noch wirtschaftlich in der Lage, sich um die Gräber der Gefallenen zu kümmern. Dieser Aufgabe widmete sich fortan der Volksbund, der sich als eine vom ganzen Volk getragene Bürgerinitiative verstand. Bis Anfang der dreißiger Jahre baute der Volksbund zahlreiche Kriegsgräberstätten aus. Ab 1933 schloss sich die Führung des Volksbundes der Gleichschaltungspolitik der NS-Regierung an. Die Errichtung von Soldatenfriedhöfen des Zweiten Weltkrieges übernahm der Gräberdienst der Wehrmacht.

Erst 1946 konnte der Volksbund seine humanitäre Tätigkeit wieder aufnehmen. In kurzer Zeit gelang es, über 400 Kriegsgräberstätten in Deutschland anzulegen. 1954 beauftragte die Bundesregierung den Volksbund mit der  Aufgabe, die deutschen Soldatengräber im Ausland zu suchen, zu sichern und zu pflegen.

Im Rahmen von bilateralen Vereinbarungen erfüllt der Volksbund seine Aufgabe in Europa und Nordafrika. In seiner Obhut befinden sich heute 827 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten mit etwa zwei Millionen Kriegstoten. Mehr als 10 000 ehrenamtliche  und 558 hauptamtliche Mitarbeiter/innen erfüllen heute die vielfältigen Aufgaben der Organisation.

Nach der politischen Wende in Osteuropa nahm der Volksbund seine Arbeit auch in den Staaten des einstigen Ostblocks auf, wo im Zweiten Weltkrieg etwa drei Millionen deutsche Soldaten ums Leben kamen, d. h. mehr als doppelt wo viele, wie auf den Kriegsgräberstätten im Westen ruhen. Diese Aufgabe stellt den Volksbund vor immense Schwierigkeiten: Viele der über einhunderttausend Grablagen sind nur schwer auffindbar, zerstört, überbaut oder geplündert. Trotzdem richtete der Volksbund während der letzten Jahre über 300 Friedhöfe des Zweiten Weltkrieges und 190 Anlagen aus dem Ersten Weltkrieg in Ost-, Mittel- und Südosteuropa wieder her oder legte sie neu an. Dazu zählen 52 zentrale Sammelfriedhöfe. Über 30 Anlagen werden zurzeit in Stand gesetzt. Etwa 584 000 Kriegstote wurden umgebettet.

Zu langfristigen Sicherung seiner Arbeit hat der Volksbund 2001 die Stiftung  „Gedenken und Frieden“ gegründet.

Mit der Anlage und Erhaltung der Friedhöfe bewahrt der Volksbund das Gedenken an die Kriegstoten. Die riesigen Gräberfelder erinnern die Lebenden an die Vergangenheit und konfrontieren sie mit den Folgen von Krieg und Gewalt.

Zu diesem Zweck vermittelt der Volksbund unter anderem Fahrten zu den Kriegsgräbern, veranstaltet nationale und internationale Jugendlager zur Pflege von Soldatenfriedhöfen und informiert in Schulen und Schulfreizeiten. Das Leitwort lautet „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“. Außerdem hat er in der Nähe von vier Friedhöfen Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten  errichtet, wo Schul- und Jugendgruppen ideale Rahmenbedingungen für friedenspädagogische  Projekte vorfinden.

Der Volkstrauertag, der jedes Jahr im November vom Volksbund bundesweit ausgerichtet und unter großer Anteilnahme der wichtigen politischen und gesellschaftlichen Institutionen und der Bevölkerung begangen wird, ist ein Tag des Gedenkens und der Mahnung zum Frieden.

Herr von Korff hat mit einer Powerpointpräsentation diese Zusammenhänge auch mit Bildern aus der Arbeit der Organisation in Frankreich, in Polen und in anderen Ländern und Staaten sehr anschaulich verdeutlicht.

Anwesend war auch ein sehr engagierter Mitarbeiter des Landesverbandes Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt, Herr Stfw. a.D. Bernd Fischer, der in der anschließenden Diskussion und bei den persönlichen Gesprächen bei einem Imbiss,

OTL a.D. Max-Georg Freiherr von Korff

ebenso wie Herr von Korff und Herr Manfred Hildenbrand mit unseren GfW-Mitgliedern und Gästen den interessanten Abend ausklingen ließen.

 

Dr. Kurt Hecht

Sektionsleiter GfW Potsdam

 

 

 

Zufriedene Veranstalter: Oberst d.R. Hildenbrand, VdRBw e.V. Brandenburg

und Dr. Kurt Hecht, SL GfW-Sektion Potsdam (vlnr.)

 

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